Gerontopsychiatrie 2021– Chancen nutzen

XV. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V.

13.-15. Oktober 2021 in Essen

   
Symposium 2/6 Freitag, 14.10.2021, 14.15-15.45 Uhr
   
   
Polypharmazie bei Menschen mit Demenz
     
     

Polypharmazie, üblicherweise operationalisiert als gleichzeitige Behandlung mit = 5 Pharmaka, gehört zu den häufigen Herausforderungen bei der Behandlung alter Menschen. Polypharmaziemanagement bewegt sich in einem Spannungsfeld, in dem einerseits Übermedikation begrenzt und andererseits Untermedikation in angemessener Weise ausgeglichen werden sollte. Bei Menschen mit Demenz erhöht sich die Komplexität dieser Aufgabe durch die besonderen Vulnerabilitäten, die sich parallel zum Fortschreiten der Grunderkrankung einstellen und die die Risiken der gleichzeitigen Anwendung multipler Medikamente erhöhen.

Da medikamentöse Therapie bei Menschen mit Demenz immer im Kontext eines umfassenden Behandlungskonzepts stattzufinden hat, steht eine Übersicht zum aktuellen Wissen über nichtpharmakologische Verfahren am Anfang des Symposiums. Es folgen Beiträge, in denen ausgewählte Aspekte der Anwendung von Neuropsychopharmaka bzw. Medikamenten aus allgemeinmedizinischer Indikation unter der Perspektive eines wissenschaftlich fundierten Polypharmaziemanagements dargestellt werden. Im abschließenden Beitrag werden die Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung diskutiert, die durch sog. Polypharmazie-Tools, wie z. B. die FORTA- und PRISCUS-Liste, bei der Pharmakotherapie erreicht werden kann.

   
   
Vorsitz Walter Hewer, Göppingen
  Karsten Henkel, Göppingen
   
   
  Neue Erkenntnisse zu evidenzbasierten nichtpharmakologischen Therapien
  Vjera Holthoff, Berlin
   
  Neuropsychopharmakologische Behandlung von Menschen mit Demenz: Was ist indiziert und was nicht?
  Christine Thomas, Stuttgart
   
  Fachübergreifende Pharmakotherapie bei Menschen mit Demenz im Spannungsfeld von Über- und Untermedikation
  Karsten Henkel, Göppingen
   
  Polypharmazie-Tools – welchen Beitrag leisten sie zu einer rationalen Pharmakotherapie bei Menschen mit Demenz?
  Daniel Kopf, Ludwigsburg
   

 

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