Was ist „Sterbefasten“, und was müssen wir daraus lernen?

Christian Walther,
Biophysiker i.R., Marburg

Durch einen (Freiwilligen) Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit – (F)VNF – kann bei älteren, vor allem schwer kranken Menschen der Todeseintritt vorverlegt werden. Durch mehr als 25 internationale Fallberichte (teilweise zu lesen bei www.sterbefasten.org) ist belegt, dass der so herbeigeführte Tod bei guter Mundpflege und ggf. palliativ-medizinischer Unterstützung mit nur geringem Leiden verbunden und friedlich ist sowie für diejenigen, die den Sterbenden begleiten und von ihm Abschied nehmen, meist eine positive Erfahrung ist. Das Thema wird in Deutschland bislang weitgehend tabuisiert, und damit wird die für die Allgemeinheit wohl wichtigste Erfahrung des sog. Sterbefastens unterdrückt, dass nämlich ein Verzichten auf Flüssigkeitsversorgung bei Sterbenden, nicht zuletzt bei Demenzpatienten in der Spätphase, segensreich sein kann.

Literatur:
Chabot, B., Walther, C. „Ausweg am Lebensende“, 4. Aufl. 2015
zur Nieden, Chr. „Sterbefasten“, 2. Aufl. 2017

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